Logo-Erzdiözese

Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

zur Seite: Hügelsheim - Seelsorgeeinheit

  Ende  
Home/Startseite Startseite   ⇒ Kartung-Maria Hilfe der Christen
  Druckersymbol Druckversion   Link und Literatur   Seitenübersicht   TERMINKALENDER  

[Startseite]| [Ende]

Kartung, Maria - Hilfe der Christen
Maria - immerwährende Hilfe der Christen


Maria - Hilfe der Christen
Maria - immerwährende Hilfe der Christen

Maria, die Mutter Jesu, wird im Laufe des Jahres mit vielen Festen geehrt. Viele dieser Feste gehen auf ein Ereignis in ihrem Leben zurück. Das Fest "Maria - Hilfe der Christen" blickt aber auf keine Lebensereignis zurück, sondern ist ein Titel, der Worte der Lauretanischen Litanei aufgreift - den Ruf "Maria Hilfe, der Christen". Dieser Titel geht auf das Wunder der Hochzeit zu Kana zurück, wo Maria Jesus bittet.

Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Joh 2,1-12


Es vermischen sich unterschiedliche Titel. "Maria - Mutter der immerwährenden Hilfe" und "Maria Hilfe der Christen". Lateinisch heißt dieser Titel einfach "auxilium" - "Hilfe".
Wie dieser Titel sich neben dem Gebet, und dem Dank - "Maria hat geholfen" (wie auf vielen Danktafel steht) - entwickelt und verbreitet hat, lässt sich nicht mehr genau ergründen.
Deshalb beginnen hier unterschiedliche "Legenden" nach dem "Woher" zu suchen.



Maria - immerwährende Hilfe - Gnadenbild, Rom
Maria - immerwährende Hilfe - Gnadenbild, Rom

Eine Strang geht mehr auf ist die eine Legende, nach der ein Kaufmann auf der Insel Kreta ein wundertätigs Bild aus einer Kirche entwendete und dieses nach dem Westen verkaufen wollte. Durch göttliches Wirken erreicht das Bild unversehrt Rom. Als der Kaufmann schwer erkrankte, enthüllte er einem Freund das Geheimnis mit der Bitte, das Bild in eine Kirche zu bringen. Sein Freund versprach, diesen Wunsch zu erfüllen, aber weil seine Frau auf diese wunderschöne Kostbarkeit nicht verzichten wollte, starb er, ohne das Versprechen zu erfüllen. - Schließlich erschien die Jungfrau Maria der sechsjährigen Tochter dieser römischen Familie und trug ihr auf, ihrer Mutter zu sagen, sie möge das Bild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe in der Kirche des hl. Apostels Matthäus, die zwischen der Basilika Maria Maggiore und der Lateranbasilika liegt, aufstellen lassen. Dies geschah am 27. März 1499. Dort wurde es in den folgenden 300 Jahren verehrt.
Der Krieg in Rom im Jahre 1798 zerstörte Kirche und Kloster fast völlig. Schließlich wollten Mönche, Augustinereremiten, die verlassene Kirche beleben, blieben aber nicht lange dort. So gelange das Gnadenbild "Maria der immerwährenden Hilfe" in ein nahegelegenes Kloster, in eine Hauskapelle, wo es beinahe in Vergessenheit geraten wäre.
Redemptoristen kauften 1955 die "Villa Caserta" in Rom und machten sie zum Generalatshaus ihrer Kongregation. Auf diesem Grundstück in der Via Merulana waren die Ruinen von Kirche und Kloster des hl. Matthäus. Ohne zu wissen hatten sie den Grund erworben, den viele Jahre zuvor die Jungfrau als ihr Heiligtum zwischen Maria Maggiore und dem Lateran erwählt hatte.
Als im Februar 1863 ein Jesuit in einer Predigt von einer Marienikone sprach, "die sich in der Kirche des hl. Matthäus in der Via Merulana befunden hatte und unter dem Namen "Die Jungfrau von St. Matthäus" oder genauer "Die Jungfrau von der Immerwährenden Hilfe" bekannt gewesen war, erwachte das Interesse an diesem Bild erneut. Die Redemptoristen baten in einen Brief an Papst Pius IX. darum, das Gnadenbild der Immerwährenden Hilfe zur Aufstellung in der neuerrichteten Kirche des Allerheiligsten Erlösers und des hl. Alfons zu überlassen. (Diese steht in der Nähe der Stelle, an der sich die alte St. Matthäuskirche befunden hatte.) Der Papst gewährte die Bitte und schrieb eigenhändig auf die Rückseite der Bittschrift:

"11. Dezember 1865: Der Kardinalpräfekt der Propaganda wird den Oberen der Kommunität Santa Maria in Posterula zu sich bitten und ihm mitteilen, dass es Unser Wunsch ist, dass das Bild der heiligen Maria, auf das sich diese Bittschrift bezieht, wieder zwischen der Lateranbasilika und Santa Maria Maggiore aufgestellt wird; die Redemptoristen sollen es durch ein anderes gleichwertiges Bild ersetzen."

Im Januar 1866 erhielten Redemptoristenpatres dieses Gnadenbild.
Es schloss sich eine Reinigung und Ausbesserung der Ikone an, bis
dann am 26. April 1866 schließlich das Gnadenbild in der Kirche des hl. Alfons in der Via Merulana zur öffentlichen Verehrung aufgestellt wurde.
Das Bild wurde 1990 restauriert.



Gnadenbild - Innsbruck: Mariahilf
Gnadenbild - Innsbruck - Mariahilf

Der andere Strang bezieht sich mehr auf "Maria Hilfe der Christen" und besagt, dass Lucas Cranach, der Ältere, dazu animiert wurde, in der ersten Hälfte des 16. Jh. ein Marienbild zu malen, das zuerst für die Heilig Kreuzkirche bestimmt war. Dieses Bild wurde zum mütterlichen Ur-Typ vieler Maria-Hilf-Bilder: Sie wurden vor allem in Passau, Wien, Innsbruck, Bozen und Benediktbeuern verehrt wird. Auch Stadtteile - z. B. die Benennung eines Stadtteils Wiens nach Mariahilf geht auf dieses Bild zurück. Es bildeten sich Maria-Hilf-Gebetsbruderschaften, die wiederum zur Verbreitung dieses Titels und der Verehrung der Gottesmutter Maria beitrugen. 1683 erhält die Anrufung der Hilfe Mariens in der Türkennot (Zweite Wiener Türkenbelagerung) auch eine politische Dimension. Der Sieg am Fest Mariä Namen über die Türken vor Wien wird der Hilfe Mariens zugeschrieben.
1814 führt Papst Pius VII. für den 24. Mai das Fest „Maria Hilfe der Christen“ ein als Dank für die Befreiung aus der napoleonischen Gefangenschaft.
Papst Benedikt der XVI. hat 2008 den 24. Mai zum internationalen Gebetstag für die Kirche in China erklärt. In dem dazu veröffentlichten Brief an die Katholiken in der Volksrepublik heißt es:
„Liebe Hirten und alle Gläubige, der 24. Mai, der liturgische Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria unter dem Titel Hilfe der Christen – die sich im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai so großer Verehrung erfreut –, könnte in Zukunft den Katholiken auf der ganzen Welt Gelegenheit bieten, sich im Gebet mit der Kirche in China zu vereinen. Ich möchte, dass dieses Datum für euch ein Tag des Gebets für die Kirche in China werde. Ich ermuntere euch, ihn zur Erneuerung eurer Gemeinschaft des Glaubens an den Herrn Jesus Christus und der Treue zum Papst zu feiern. Dabei werdet ihr darum beten, dass die Einheit unter euch stets größer und sichtbarer werde.“ Hier: !

Weihetag der Kirche: 23. Mai.

[Anfang] | [Startseite] |


Martin A. E. Schlick - Erstellt am 29.04.2007


  Anfang/Top     [Test]Version 1.10 - © Martin Schlick     eMail Mail/Kontakt   Impressum   Legende/Zeichenerklärung